Häufige Fragen

Transparenz ist mir wichtig, weshalb ich Ihnen häufige Fragen, die sich bei der Inanspruchnahme meiner Tätigkeit stellen, bereits im Vorfeld beantworten möchte:

Anfrage – Welche Kosten erwarten mich?

Die Beratungsanfrage ist neben der ersten Kontaktaufnahme per Telefon oder E-Mail für Sie kostenlos und unverbindlich. Im Rahmen der Beratungsanfrage schildern Sie mir bitte Ihr rechtliches Problem, das Sie dazu bewegt meine Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wenn ich Sie unterstützen kann, teile ich Ihnen dies zeitnah mit. In meiner Antwort werde ich mich dann auch zu den Kosten äußern, die voraussichtlich für Sie entstehen werden.

Anfrage – Welche Informationen sind relevant?

Je umfassender Sie mir Ihr rechtliches Problem schildern, desto effizienter kann ich Sie von Anfang an beraten und vertreten. Unterlagen, die benötigt werden, sind regelmäßig der abgeschlossene Vertrag (Kaufvertrag, Mietvertrag etc.) und die mit der Gegenseite geführte Korrespondenz.
Sofern eine Rechtsschutzversicherung besteht, bringen Sie bitte den Versicherungsschein, die Versicherungskarte oder die letzte Rechnung mit.

Beratung – Welche Kosten erwarten mich?

Für ein erstes Beratungsgespräch (Erstberatung) berechne ich je nach Umfang und Schwierigkeit einen Betrag zwischen 25,00 EUR und 190,00 EUR.

Für eine Beratung, die darüber hinaus geht, also etwa für einen schriftlichen Rat, eine Auskunft oder für die Ausarbeitung eines schriftlichen Gutachtens jeweils höchstens 250,00 EUR.

Eine Beratung gegenüber juristischen Personen, in umfangreichen Angelegenheiten oder im Rahmen von Projektarbeiten erfolgen auf Basis eines Pauschal- oder Zeithonorars, welches grundsätzlich frei verhandelbar ist.

Daneben berechne ich meine Auslagen.

Die angegebenen Preise gelten jeweils zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer.

Beratungshilfe – Wann zahlt der Staat die Beratungskosten?

Wenn Sie über ein geringes Einkommen verfügen, können Sie Beratungshilfe beanspruchen, die Ihnen grundsätzlich in allen rechtlichen Bereichen vom Arbeits- bis zum Zwangsvollstreckungsrecht meine Beratung und außergerichtliche Vertretung zu einem Eigenanteil von 15,00 EUR ermöglicht.
Die Beratungshilfe muss von Ihnen im Vorfeld meiner Tätigkeit bei dem Amtsgericht beantragt werden. Hier können Sie zu den Öffnungszeiten des Gerichts vorsprechen. Liegen die Bewilligungsvoraussetzungen vor, erhalten Sie einen Beratungsschein, den Sie mir vorlegen.

Beratungshilfe – Welche Kosten erwarten mich?

Bei der Inanspruchnahme der Beratungshilfe berechne ich einen Betrag in Höhe von 15,00 EUR. Sie können im Termin bar bezahlen. Darüber hinaus gehende Kosten rechne ich mit der Landeskasse ab.

Vertretung (außergerichtlich) – Welche Kosten erwarten mich?

Für den Fall, dass ich Sie außergerichtlich vertreten darf, entstehen Kosten, die sich grundsätzlich nach dem Gegenstandswert berechnen. Dieser gibt im Wesentlichen das wirtschaftliche Interesse an Ihrer Angelegenheit wieder. Fordern Sie von der Gegenseite etwa aus einer Darlehensvereinbarung eine Zahlung von 10.000,00 EUR, so entspricht diese Summe dem Gegenstandswert.

Für meine außergerichtliche Tätigkeit berechne ich aus dem Gegenstandswert eine Geschäftgebühr je nach Umfang und Schwierigkeit von mindestens 0,5 bis 2,5. Die durchschnittliche Geschäftsgebühr liegt bei 1,3.

Hinzu kommen auch hier Kosten für meine Auslagen sowie die gesetzliche Mehrwertsteuer.

Kann auf Grund meiner Tätigkeit im Ergebnis eine Einigung erzielt werden, die eine gerichtliche Auseinandersetzung vermeidet, kommt noch eine Einigungsgebühr von 1,5 hinzu.

Kostenbeispiel Gegenstandswert von 10.000,00 EUR:
1,3 Verfahrensgebühr nach Nr. 2300 VV RVG: 725,40 EUR
Auslagen Nr. 7001, 7002 VV RVG: 20,00 EUR
Mehrwertsteuer Nr. 7008 VV RVG: 141,63 EUR
Rechnungsbetrag: 887,03 EUR

Geht es einmal nicht ausdrücklich um Geld, wie z.B. bei einer Kündigung, haben der Gesetzgeber und die Rechtsprechung diese Fälle besonders geregelt.

Alternativ rechne ich meine Tätigkeit auch auf Basis eines Pauschal- oder Zeithonorars ab. Grundsätzlich gilt: wenn ich für Sie tätig werden darf, sprechen wir im Vorfeld über die zu erwartenden Kosten.

Vertretung (gerichtlich) – Welche Kosten erwarten mich?

Die Kosten, die bei einer gerichtlichen Vertretung für Sie entstehen, sind in ihrer Struktur mit denen der außergerichtlichen Vertretung vergleichbar. Das Gericht bestimmt den Gegenstandswert. Hieraus berechnen sich die Gerichtsgebühren sowie die Kosten für den eigenen Anwalt und den Anwalt der Gegenseite. Weitere Kosten etwa für die Erstattung eines Sachverständigengutachtens können hinzukommen.

Für meine Tätigkeit fällt eine Geschäfts- sowie eine Terminsgebühr an. Auch eine zusätzliche Einigungsgebühr ist möglich. Darüber hinaus berechne ich meine Auslagen und die gesetzliche Mehrwertsteuer.

Kostenbeispiel für die I. Instanz bei einem Gegenstandswert von 10.000,00 EUR:
1,3 Geschäftsgebühr nach Nr. 3100 VV RVG: 725,40 EUR
1,2 Terminsgebühr Nr. 3104 VV RVG: 669,60 EUR
Auslagen Nr. 7001, 7002 VV RVG: 20,00 EUR
Mehrwertsteuer Nr. 7008 VV RVG: 268,85 EUR
Rechnungsbetrag: 1.683,85 EUR

Durfte ich Sie bereits außergerichtlich vertreten, wird ein Teil der dort angefallenen Geschäftsgebühr angerechnet.

Prozesskostenhilfe – Wann zahlt der Staat die Prozesskosten?

Prozesskostenhilfe, auch Verfahrenskostenhilfe genannt, bietet bei geringen Einkommensverhältnissen eine finanzielle Unterstützung bei der Durchführung von Prozessen und Verfahren vor den Gerichten. Über die Bewilligung der Prozesskostenhilfe entscheidet das Gericht, vor welchem auch Ihre Angelegenheit verhandelt wird. Dieses prüft neben Ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen, ob Ihre Angelegenheit Aussicht auf Erfolg gebietet und nicht mutwillig erscheint.

Prozesskostenhilfe – Welche Kosten erwarten mich?

Wenn Ihnen Prozesskostenhilfe gewährt wird, sind Sie von der Zahlung der Gerichtskosten und der Kosten meiner Tätigkeit befreit.

Aber, Achtung: Verlieren Sie den Prozess, müssen Sie die Anwaltskosten der Gegenseite erstatten und zwar auch im Falle der Bewilligung von Prozesskostenhilfe. Dieses Kostenrisiko ist unvermeidbar.

Wenn Ihnen Prozesskostenhilfe nicht gewährt wird, müssen Sie die Kosten erstatten, die mir im Zusammenhang mit der Antragstellung entstanden sind. Diese richten sich grundsätzlich nach dem Gegenstandswert.

Rechtsschutzversicherung – Wann zahlt der Versicherer?

Sofern Sie einen Rechtsschutzversicherung abgeschlossen haben, teilen Sie mir dies bitte frühzeitig mit. Gerne können Sie bereits im Vorfeld bei Ihrem Versicherer eine sog. Deckungszusage einholen. Andernfalls übernehme ich dies kostenlos für Sie. Bringen Sie zum Termin bitte den Versicherungsschein, die Versicherungskarte oder die letzte Rechnung mit.

Gewährt Ihr Versicherer Deckungsschutz für Ihre Angelegenheit, stellt dieser Sie von meinen und etwaigen Kosten des Gerichts frei. Entsprechend Ihres Versicherungsvertrages haben Sie lediglich die vereinbarte Selbstbeteiligung an mich zu leisten.

Strafverteidigung – Welche Kosten erwarten mich?

Die Kosten, die bei einer Straf- oder Bußgeldverteidigung entstehen, orientieren sich einerseits am Umfang meiner Tätigkeit sowie andererseits an der Schwere der Tat, die Ihnen vorgeworfen wird.

Kostenbeispiel Strafverteidigung nach RVG Regelgebühr, 1 Verhandlungstag, Angeklagter nicht in Haft:
Anklage vor dem Amtsgericht: 981,75 EUR
Anklage vor dem Landgericht (Große Strafkammer): 1.059,10 EUR
Anklage vor dem Landgericht (Schwurgerichtskammer): 1.558,90 EUR
Anklage vor dem Oberlandesgericht: 1.558,90 EUR

Im Bereich der Strafverteidigung rechne ich grundsätzlich auf der Basis eines Zeithonorars ab, welches frei verhandelbar ist.

Häufige Fragen im Übrigen:

Ich habe einen gelben Briefumschlag erhalten. Was muss ich tun?

Wenn Sie einen gelben Briefumschlag in der Post haben, ist Ihnen eine wichtige Frist gesetzt worden und Sie müssen zeitnah handeln.

Mein Arbeitsverhältnis wurde gekündigt. Was muss ich tun?

Wenn Sie von Ihrem Arbeitgeber eine Kündigung erhalten haben, müssen Sie ebenfalls zeitnah handeln. Dies gilt teilweise auch dann, wenn Sie sich mit Ihrem Arbeitgeber einvernehmlich trennen oder gegen die Kündigung nicht angehen möchten, sog. Ausschlussfristen in Verfallklauseln.